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SPÄTFOLGEN VON AUGENLASER-OPS

Späte Komplikationen | Selten, aber möglich

Die modernen Augenlaser-Operationen verhelfen zahlreichen Patienten zu verbessertem Sehvermögen und mehr Lebensqualität. Aber die neuen Methoden der Augenchirurgie bergen auch gewisse Risiken, über die sich die Experten noch streiten. Selbst wenn nach der Augenoperation mit dem Laser die Sehschärfe zugenommen hat, kann die Gesamtqualität des Sehens gelitten haben. Die Behandelten können mit Blendung und verzerrten optischen Bildern, den sogannten „Lichterkränzen“, konfrontiert sein, die besonders beim nächtlichen Auto fahren hinderlich sind. Wenn auch Spätfolgen unterschiedlichen Schweregrades mit den modernen Laser-Verfahren sehr unwahrscheinlich geworden sind, sind sie nicht vollständig auszuschließen. Für viele Menschen ist es einfach verlockend, auf die lästige Brille oder Kontaktlinsen verzichten zu können.

Mit Hightech-Mikroskopen sind die Erfolge und Folgen des Laserstrahls zu erkennen

Lasik (Laser in situ Keratomileusis) ermöglicht die Korrektur von Kurzsichtigkeit bis zu minus 10 Dioptrie, Lasek (Laser Epithelial Keratomileusis) bis zu minus 6 Dioptrien sowie von Hornhautverkrümmung und Stabsichtigkeit (Dämmerungssehen). Beide Methoden wirken sich günstig auf die Lichtbrechung im Auge aus. Beim Augenlasern wird stark vereinfacht ausgedrückt, die „Brechkraft der Brillenlinsen in die Hornhaut eingebrannt“. Nach einem Laserverfahren kann es jedoch durch eine weitere Hornhautveränderung wieder notwendig werden, eine Brille zu tragen. Die fortschreitende Entwicklung der Mikroskoptechnik erlaubt es den Hornhautspezialisten Narbenbildung unterhalb der Abtragungsschicht zu erkennen. Bei nahezu zehn Prozent,der mit Augenlaser Behandelten, muss ein erneuter Laserstrahl die Narbenfolgen des ersten Eingriffs beseitigen. Eine mögliche Hornhauttrübung kann über drei bis sechs Wochen die Sicht trüben und eine schwankende Sehschärfe kann den Pat ienten ein ganzes Jahr stören.

Eine gründliche Voruntersuchung der Augen minimiert das Risiko deutlich

Werden erhebliche Vorerkrankungen wie z.B. Rheuma oder Autoimmunerkrankungen übersehen, kann eine Augenlaser-Operation zu schweren Verlusten der Sehkraft führen. Unentdeckte Hornhauterkrankungen können die Wundheilung verzögern. Um eine mögliche Narbenbildung zu unterdrücken, werden oft Cortisonhaltige Augentropfen verwendet, die jedoch aufgrund einer Schädigung des Sehnervs verstärkt zur Linsentrübung führen können. Während der Augenoperation können die Laserwellen Gefäße des Augenhintergrundes beschädigen. Nach einer gelungenen Operation können das Heben schwerer Lasten oder Presswehen in der Schwangerschaft problematische Folgen für die, nach Lasik neu angewachsene Hornhautklappe haben. Für 75-90 Prozent der Behandelten stellt das Augenlasern einen lohnenden chirurgischen Eingriff dar, der einen freieren Umgang mit dem Sehen erlaubt. Wer noch unsicher ist, sollte noch innovativere Methoden abwarten, die der täglich wachsende Fortschritt in der Technolog ie und die zunehmende Erfahrung der operierenden Augenchirurgen bringt.