Auch bei einer erfolgreichen Augenlaseroperation muss der operierte Patient im Anschluss an die Operation eine Nachbehandlung des Auges einplanen. Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige Anwendung von Augentropfen. Während der ersten sieben bis zehn Tage nach dem Eingriff sollten mehrmals täglich kortisonhaltige Augentropfen in das operierte Auge eingebracht werden, um die Entstehung und Ausbreitung von schädlichen Keimen und Entzündungen auszuschließen. Eine Infektion ist wie bei allen operativen Eingriffen am menschlichen Körper das größte Gesundheitsrisiko im Anschluss an eine Operation. Nach dem endgültigen Verheilen des Auges besteht keine Infektionsgefahr mehr. Dennoch müssen Patienten, die sich einer Laseroperation nach dem Lasik- oder dem Femtolasikverfahren unterzogen haben, auch danach noch Augentropfen nehmen. In der Regel werden Hylo Lasop Augentropfen oder ein vergleichbares Präparat verschrieben. Diese Augentropfen dienen zur Befeuchtung des Auges, die permanent sichergestellt werden muss, um eine Rötung oder ein lästiges Kratzgefühl im Auge auszuschließen. Ein gesundes Auge befeuchtet sich selbst in ausreichendem Maß. Während einer Laseroperation werden jedoch als Nebeneffekt der Laserbehandlung einige der kleinen Nerven durchtrennt, die für die natürlich Produktion der Tränenflüssigkeit verantwortlich sind. Solange diese Nerven nicht in ausreichender Anzahl nachgewachsen sind, fühlt sich das Auge zu trocken an. Der Patient muss diese Nebenwirkung durch die Gabe von Augentropfen kompensieren. Das Ausmaß ist bei jedem operierten Patienten unterschiedlich. Einige Patienten müssen zumindest in der Anfangszeit stündlich ihre Augen befeuchten. Der Zeitraum bis zur Wiederherstellung einer ausreichenden körpereigenen Produktion der Tränenflüssigkeit kann zwischen einigen Wochen und in gar nicht so seltenen Fällen einem Jahr liegen. Die Kosten für die Augentropfen werden von den gesetzlichen Krankenkas sen normalerweise nicht übernommen.